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Audiotherapeutischer Ratgeber in der Region Göttingen

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Wie AudiotherapeutInnen schwerhörige Menschen unterstützen

Wenn Menschen im Laufe ihres Erwachsenenlebens einen Hörverlust erleiden, kann jede Gesprächssituation mit anderen Menschen zu einer besonderen Herausforderung werden.Durch die Beeinträchtigung der Kommunikation sowohl im Privatleben, als auch im beruflichen Alltag, können Konflikte entstehen, die von allen Betroffenen als sehr anstrengend und belastend erlebt werden.
Um Menschen in dieser Situation zu unterstützen wurde das Berufsbild des Audiotherapeuten bezw. der Audiotherapeutin entwickelt. Die Fortbildung zum/zur Audiotherapeut/In geht auf eine Initiative des DSB (Deutscher Schwerhörigenbund) zurück und setzt die eine Ausbildung im pädagogischen, psychologischen oder sozialen Bereich voraus. Auch Hörakustiker können an der Fortbildung teilnehmen. Ein Zertifikat bescheinigt die bestandenen Prüfungen und die Zulassung zum Audiotherapeuten.
Aufgabe der AudiotherapeutInnen ist es Menschen mit Hörverlust zur Selbsthilfe zu befähigen, damit Sie ihre Hörprobleme im Alltag besser bewältigen. Die Audiotherapie umfasst eine individuelle Beratung und Aufklärung in Hinblick auf den Hörstatus, und Maßnahmen zur Bewältigung des Handicaps. Besonders wichtig ist es, den Zusammenhang zwischen Hörschädigung und Sprachverstehen deutlich zu machen. Gelingt es dieses für den Einzelnen aufzuzeigen, so erkannt der Schwerhörige meist selbst wie Hörstress in seinem Alltag entsteht und welche Belastungen ursächlich mit seinem Hörverlust in Verbindung stehen. Nun wird gemeinsam mit den Betroffenen beraten, wie sie diese Belastungen verringert oder Hörstress weitgehend vermieden werden kann.
Welche Therapiemaßnahmen zum Einsatz kommen , muß von Fall zu Fall entschieden werden. Möglich sind zum Beispiel ein Hörtraining mit Übungen zum neuen Hören mit Hörsystemen, ein Absehtraining und die Vermittlung von Kommunikations- und Verhaltensstrategien, die das Sprachverstehen in bestimmten Situationen erleichtern. Übungen zur Entspannung und ein Training zur Verbesserung der Hörkonzentration, können ebenso zum Therapieprogramm gehören, wie Informationen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Außerdem können über die Hörgeräte hinaus technische Hilfsmittel vorgestellt und deren Einsatz geübt werden.
Das Ziel aller therapeutischer Maßnahmen ist immer die Hilfe zur Selbsthilfe, um Menschen ganzheitlich bei der Bewältigung seines Handicaps zu unterstützen.