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Infos
Folgende Einladung vovom Elternverein hörgeschädigter Kinder
hat uns erreicht:
Liebe
Freunde & Interessierte,
am Samstag, dem 20. 6. 2009, ab 13 Uhr findet unser Sommergrillfest in
der Mittelbergschule in Hertjershausen statt. Dazu laden wir Euch herzlich
ein und freuen uns darauf, Euch kennen zu lernen und einen geselligen
Nachmittag mit Euch zu verbringen. Wir laden Euch auch ein, das internationale
Fingeralphabet mit uns zu gestalten. Ebenso könnt ihr am bundesweiten
Luftballonwettbewerb zum 4. Deutschen CI-Tag teilzunehmen.
Fürs Grillen bringt bitte Getränke, Grillgut, einen Beitrag fürs Büffet
und Geschirr mit!
Herzliche Grüße Margret Lieberum
Verein der Eltern und Freunde hörbehinderter Kinder Südniedersachsen e.V.
An der Thomaskichre 2, 37081 Göttingen, Tel.: 0551 – 45236 (Margret Lieberum,
1. Vorsitzende), Email:e-hoer.m.lieberum@t-online.de, www.ge-hoer.de
November: Familenwochenende und Jugendwochenende
Der Verein "Eltern und Freunde hörgeschädigter Kinder
Südniedersachsen" bietet:
Freitag, 14. 11. 2008, bis Sonntag, 16. 11. 2008 Familienwochenende auf
dem Hohen Meißner Freitag,14. 11. 2008, bis Sonntag, 16. 11. 2008
Jugendwochenende auf dem Hohen Meißner
Bericht
zum Thema Lärmschwerhörigkeit
anläßlich der Erfahrungen von Lärmpegeln bei Musikveranstaltungen
in Göttingen
17.08.2008
/ Mediziner warnen seit Langem vor den Folgen von anhaltendem Lärm.
Wer in Göttingen auf die Piste geht, wie ich zum Beispiel beim letzten
Indoor Altstadtfest, merkt deutlich, dass diese Warnungen die wenigsten
Veranstalter, Besucher und Musiker erreichen.
In den Köpfen kommt das Problem Lärm meistens erst an, wenn
sich gesundheitliche Folgen zeigen. Aber selbst, wenn sich Tinnitus* einstellt,
denken viele nicht gleich an einen ursächlichen Zusammenhang mit
zu hohen Geräuschpegeln, wie ich in meiner beruflichen Praxis als
Audiotherapeutin feststellen muß.
Das mag auch daran liegen, dass Lärm subjektiv unterschiedlich beurteilt
wird. Denn, wenn ich ein Geräusch oder eine Musik nicht mag, kann
ich sie auch schon bei relativ normaler Lautstärke als sehr lästig
empfinden. Den Sound der Lieblingsmusik allerdings, dreht man gern mal
mal richtig auf und denkt dabei weniger an die möglichen Folgen.
Objektiv kann ein Lautstärkepegel ab 80-85 dB (Schall wird in Dezibel
gemessen) schon zu einer Lärmschwerhörigkeit führen.
DB ist die Maßeinheit für den Schalldruck, den Schallwellen
auf das Trommelfell ausüben.
Je höher dieser Druck ist, je lauter empfinden wir ein Geräusch.
Die Erhöhung eines Geräuschpegels um 10 dB, empfinden wir subjektiv
als Verdoppelung der Lautstärke. Bei einer Grundlautstärke am
Arbeitsplatz von 85 dB gehört Gehörschutz zu den Arbeitsschutzmaßnahmen,
die unerläßlich sind.
In der Freizeit gibt es diese Richtlinien nicht, und dass wird wohl auf
Dauer zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Sind in der
Schweiz Pegelbegrenzungen bei 93 dB in Diskotheken Vorschrift, so darf
bei uns aufgedreht werden bis der Arzt kommt.....
Fachleute schätzen das durchschnittlich 100 dB aus den Boxen wummern
und ca 10% der Jugendlichen regelmäßig Musik bei einer Lautstärke
zwischen 98 und 110dB hören.
Dabei trägt jemand der vier Stunden Discolärm von 95 dB in der
Woche hört, das gleiche Risiko eine Lärmschwerhörigkeit
zu bekommen, wie ein Arbeitnehmer der wöchentlich 40 Stunden bei
85 dB malocht. Ab 100 dB reichen dafür 90 Minuten und ab 104 dB schon
24 Minuten wöchentlich aus!!!
Folgen dieser Lärmbeschallung sind neben Höreinbußen Bluthochdruck,
Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und ein erhöhtes Herzinfarktrisiko.
Die wenigsten scheinen zu wissen, oder zu bedenken, dass die Schäden,
die Lärm im Gehör anrichtet nicht reparabel sind! Denn zu hohe
Lautstärken und zu kurze Ruhepausen führen zu einer Störung
der Blutversorgung im Innenohr. Die sogenannten Zilien, Bestandteile der
Haarsinneszellen verschmelzen oder brechen ab, wenn die Blutversorgung
gestört ist. Das wiederum führt dazu, dass sie akustische Reize
nicht mehr ans Gehirn weiterleiten. Wir hören dann bestimmte Laute
nicht mehr, sodass Lücken im Höreindruck entstehen.
Die Lärmschwerhörigkeit ist deshalb eine besonders intensive
Höreinschränkung, weil sie die Bereiche (Frequenzen) zwischen
3000 und 5000 Herz betrifft. Dies ist der Sprachbereich, der zur Spracherkennung
führt. Menschen mit einer Lärmschwerhörigkeit verhören
sich häufig, weil sie z.B. S, B, T, D, K und F nicht mehr hören
und unterschieden können. Besonders dann, wenn sie sich in größerer
Gesellschaft befinden, haben sie Schwierigkeiten einem Gesprächen
überhaupt noch zu folgen.Auch bestimmte Arlarmsignale wie das Klingeln
des Weckers, Telefons, oder eines Fahrades werden nicht mehr wahrgenommen.
Fachleute gehen davon aus, dass bereits 10% der Jugendlichen von einer
Lärmschwerhörigkeit betroffen sind.
Da man auch mit einer Lärmschwerhörigkeit noch eine Menge hört,
aber Sprache auf Dauer immer schlechter versteht, dauert es oft noch eine
ganze Weile bis der HNO Arzt aufgesucht wird.
Im Nachhinein wären viele, wie sie mir dann sagen, froh gewesen,
wenn sie früher auf ihr Gehör geachtet hätten. Eine Schwerhörigkeit
macht den Alltag nämlich ganz schön anstrengend und Tinnitus
ist für manche eine regelrechte Qual.
Aber was läßt sich nun im Vorfeld machen, außer gefrustet
zu Hause zu bleiben und gute Konzerte, Musikveranstaltungen und Partys
zu verpassen??
Zum einen kann man ja Gehörschutz tragen. Akustiker bieten ein ganzes
Sortiment in verschiedener Qualität und zu unterschiedlichen Preisen.
Einige dämmen den Lärm so, dass die Musik trotzdem noch gut
rüber kommt und man auch einigermaßen ansprechbar bleibt. Da
kann man sich beraten lassen oder auch im Internet schauen. Ansonsten
sprecht doch auch mal Freunde auf das Thema an und ihr werdet euch wundern,
wie viele Leute die Lautstärke eigentlich zu hoch finden, aber wie
ein ehernes Gesetz bei Musikveranstaltungen und in Clubs akzeptieren.
Ich weiß aber das DJ, wenn sie mehrfach angesprochen werden, durchaus
darauf reagieren und den Pegel auch mal drosseln. Einen Versuch ist es
allemal wert.
*(das sind Ohrgeräusche, wie zischen, pfeifen, bummen, rauschen,
die wahrgenommen werden, aber ihre Ursache in keiner außerhalb liegenden
Geräuschquelle haben. Sie können chronisch, also dauerhaft werden)
Hör-Untersuchung
für Neugeborenen auf der Säuglingsstation
Seit Anfang 2007 werden alle Neugeborenen im Universitätsklinikum
Göttingen routinemäßig auf mögliche Schwerhörigkeit
hin untersucht. Dazu gehören auch die Babys auf der Frühgeborenenstation
und der Intensivstation. Angeschlossen wird auch das benachbarte Krankenhaus
Neu-Mariahilf. Der schnelle und schmerzfreie Test hilft, angeborene Schwerhörigkeiten
bereits vor Beginn der hörsensiblen Phase der Sprachentwicklung zu
entdecken. Die betroffenen Kinder erhalten so die Chance, sich sprachlich
und sozial bestmöglich zu entwickeln. Die Untersuchung im Universitätsklinikum
ist für die Eltern kostenlos. Universitätsmedizin Göttingen,
Georg-August-Universität, Abt. Phoniatrie und Pädaudiologie
Prof. Dr. Eberhard Kruse, Telefon 0551 / 39-2811, Robert-Koch-Str. 40,
37075 Göttingen ekruse@med.uni-goettingen.de
Treffen
hörbehinderter Schwule
5.-8. Juli 2008 Für: hörbehinderte schwule Männer Ort:
Reinhausen (bei Göttingen) | Akademie Waldschlösschen Zeit:
Veranstalter: Akademie Waldschlösschen, Deutsche AIDS-Hilfe u.a.
Kontakt: Wolfgang Vorhagen - 05592 / 92 77-21 - Mail to: wolfgang.vorhagen@waldschloesschen.org
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